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Piemont

Die Langhe und der Monferrato

Weinhügel, die zum Welterbe gehören, und auf jedem eine Burg.

Zwischen dem Tanaro und dem Apennin liegen drei Hügelgebiete, die einander gleichen und doch verschieden sind: die Langhe südlich von Alba, das Roero am anderen Flussufer und der Monferrato weiter nördlich, Richtung Asti und Casale. Seit 2014 sind sie zusammen Unesco-Erbe als Weinbaulandschaft.

Sie gehörten zu den ärmsten Gegenden Italiens, und wer sie beschrieben hat, von Beppe Fenoglio bis Cesare Pavese, hat sie nicht beschönigt. Die Wende kam mit dem Wein: der Nebbiolo der Hügel von Barolo und Barbaresco hat seit den siebziger Jahren Dörfer von wenigen hundert Einwohnern in internationale Ziele verwandelt.

Was man sich ansieht

Die Dörfer sind klein und liegen dicht beieinander: Barolo mit der Burg der Falletti, La Morra mit dem Blick über die Hügel, Serralunga mit seinem Turm, Grinzane Cavour, Neive, Monforte. Nach Alba, dem Mittelpunkt, fährt man wegen des Marktes und der Trüffelmesse. Im Monferrato gibt es die Infernot, in den Stein gehauene Keller, die selbst Unesco-Erbe sind.

Campingplätze gibt es hier sehr wenige, und wer bleiben will, findet eher Agriturismi. Von den Seen sind es zwei Stunden, von Turin anderthalb: ein voller Tagesausflug, und besser nicht an einem Herbstwochenende, wenn die Straßen verstopfen.